Auf evangelischer Seite war es z. B. möglich, maßgeblich in dem Prozess der Diskussionen um die Segnung der gleichgeschlechtlichen Paar mit zu bauen . . .auf der Seite der Katholiken, bot die KHG im Haus Fetzenreich die Chance, im Gespräch zu sein, über schwul-lesbische Themen zu diskutieren, und auch gemeinsam Gottesdienst zu feiern.
Als Trierer Gruppe sind wir heute noch z. B. auch bei den Gottesdiensten zum Welt-Aids-Tag beteiligt, in der Vorbereitung und der Durchführung. Aber selbstverständlich haben wir auch immer wieder kirchliche Themen oder Themen die mit unserem Glauben zu tun haben in unserem Programmrepertoire, wie z. B. Bibelabende, Besichtigungen von Kirchen, das Thema Sterben – und Tod, Treffen mit dem damaligen Bischof von Trier, Hermann Josef Spital, Austausch darüber wie und dass schwules Leben und Glaube für uns möglich ist, . . .
In der evangelischen Landeskirche ist die Frage der Segnung homosexueller Paare kein Thema mehr. Auf katholischer Ebene tut sich nach wie vor fast gar nichts in der Amtskirche. Und damit verbunden nur wenig auf Diözesanebene.
Die HuK auf Bundesebene hat nach wie vor die Hoffnung nicht aufgegeben, insbesondere in den beiden großen Kirchen etwas zu bewegen. Dazu gibt es die beiden Arbeitskreise „Evaporit“ – EvangelischeKirchenPolitik, und „KathKiPo“ – Katholische Kirchenpolitik. Auch auf Bundesebene trifft die Feststellung zu, dass sich in der Evangelischen Kirche viel getan hat, Angefangen von der Segnung, bis hin zum Pfarrerdienstgesetz . . . . Auf der katholischen Seite ist wenig spürbar. Allerdings ist hier mehr und mehr deutlich, dass sich die Gemeinden und Laiengremien, dem Thema Homosexualität, Bisexualität oder Transsexualität sehr geöffnet haben, wir durchaus als Teil der Kirchen vor Ort zu erleben sind, und die Pfarrgemeinden mit uns von der Basis her wenig Probleme und weniger Berührungsängste haben. Auf der landeskirchlichen Ebene ist das nach wie vor schwierig. Bei den Priestern weniger, wohl aber wenn die Berührungspunkte die höheren Karriereebenen der kath. Kirche betreffen. Die Lehrmeinung Roms, und der von dort erwartete Gehorsam machen es schwer von amtskirchlicher Seite her liberalere Wege zu gehen.
Auf katholischer Seite versuchen wir auf der kirchlichen Bundesebene diesen Prozess neu zu beleben. Dies führte dazu, dass wir von KathKiPo angeregt haben ein sogenanntes „Katholisches Komitee“ einzurichten. Dies ist im Oktober geschehen.
Ihm gehören das „Netzwerk der Katholischen Lesben“, die „Schwule Priestergruppe Deutschlands“ , das Netzwerk „Schwule Theologie, die „Lesbisch Schwule Gottesdienstgemeinschaft“ und die „HuK“ an. Sozusagen das Gremium, das die Katholischen Lesben und Schwulen, Bisexuellen und Transgender deutschlandweit vertritt. Gemeinsam sind wir stark – und können vielleicht doch das eine oder andere an Umdenken und Umhandeln bewegen.
Ob in der theologischen Diskussion, ob im Katholischen Arbeitsrecht, in der Akzeptanz und Toleranz von „LSBT“ (Lesben-Schwule-Bisexuelle-Transgender), . . .
Hierzu haben wir verschiedene Aktivitäten bereits durchgeführt, wie z. B. ein Treffen mit dem „ZdK“ (Zentralkomitee der Deutschen Katholiken), oder mit dem Bischof von Trier, Stephan Ackermann. Ebenso sind in der Planung uns in den Dialogprozess in Mannheim einzubringen, und somit auch den Kontakt zur Deutschen Bischofskonferenz zu knüpfen. Es muss ganz klar werden und sein: Man darf und kann nicht über uns reden, sondern man muss mit uns reden!
Auf Bundesebene spielt natürlich auch das „K“ und der Glaube eine Rolle bei unseren Treffen.. Gemeinsames Beten oder Gottesdienstgestaltungen, haben dort auch ihren Freiraum. Selbstverständlich ist dies, wie alle Bereiche unseres Lebens, ein Teil von uns, der neben und mit den vielen anderen Teilen auch gelebt werden möchte, darf und kann.
Ganz normal ist es für uns, dass wir nicht alle dieses Interesse zu gleichen Teilen teilen. Selbstverständlich darf jeder in unserer Gruppe auch ohne dieses Kirchen- oder Glaubensinteresse Mitglied werden und sein. Denn wir verstehen uns auch - wie ihr ja anhand der Webseite schon gemerkt habt – als eine Gruppe die einfach gut tut – auf allen menschlichen Ebenen! So leben wir, und verstehen wir uns!